Freizeitaktivitäten für Jugendliche ohne Handy
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Freizeitaktivitäten für Jugendliche ohne Handy

Hallo, wir haben uns im Deutschunterricht (Klasse 9) bei Herrn Bäcker mit dem Thema Zeitungen beschäftigt und hierzu verschiedene jounalistische Textformen kennengelernt. Hierbei ist mein Bericht mit dem Titel „Handy aus, Kopf an: Wenn das Handy nicht benutzt wird“ entstanden.

Für viele Jugendlichen gehört das Smartphone zum Alltag dazu, sie benutzen es täglich mehrere Stunden. Soziale Medien sorgen für eine dauerhafte Ablenkung der Jugendlichen. Doch was passiert, wenn man das Handy mal weglegt und sich auf ein einzigartiges Erlebnis einlässt. Ein Besuch bei zwei regionalen Parks, die Beschäftigungen außerhalb des Hauses anbieten zeigt, dass der Verzicht auf das Handy Raum für ganz neue Erfahrungen schafft.

Eine Atemberaubende Höhe

Im Kletterpark von Sonja Benkhard sollte man das Handy lieber weglassen, das hat einen ganz pragmatischen Grund, die Geschäftsführerin erklärt: „Wir machen immer so eine Ansage, gerade bei Schulklassen, aber auch schon an der Kasse direkt, dass die Leute das Handy wegmachen sollen, weil einmal, wenn es runterfliegt, ist es meistens kaputt. Und genau, man kann es schon nicht verlieren.“ Nachdem Betreten des Kletterparks ändert sich die Stimmung meist schnell, die typischen Klassenzimmerrollen lösen sich meist schnell auf. „Die sind allgemein natürlich nach dem Klettern total geflasht, die wachsen hier über ihre Grenzen, die gehen über sich hinaus“, beobachtet Sonja Benkhard. „Viele trauen sich das vielleicht am Anfang noch nicht und nachher trauen sie sich doch oder der, der ganz leise ist nein, der Klettert da oben alles und die lautesten sind da oben ganz leise.” Bedeutet das, dass Social Media immer nur schlecht ist? Im Gegenteil, die Geschäftsführerin erklärt: „wir machen jetzt natürlich auch Instagram und das alles. Und ich glaube, dass dadurch, dass die eben am Handy sind, dass wir dadurch noch viel stärker sichtbar sind.”

Fokus auf das Ziel

Ein Stück weiter weg befindet sich der Bogenschießpark mit einer Fläche von über 5000m². Arne Rehborn betreibt hier seinen Bogenschießpark „Pfeilsam” dort setzt er auf intuitives Bogenschießen, das heißt: schießen ohne Visier und ohne technische Hilfsmittel, rein aus dem Gefühl. Wer hier etwas erreichen will, muss voll und ganz dabei sein. Auch bei ihm gilt die feste Regel: wenn es losgeht, müssen alle Handys weggesteckt werden. „Sie müssen sich voll auf diesen ganz bestimmten Ablauf konzentrieren”, erklärt Arne Rehborn. „Und wenn sie dann losgehen und auf die anderen Ziele schießen, dann bin ich natürlich überall mit dabei und korrigiere. Sobald sie nicht mehr ganz bei der Sache sind, fliegen die Pfeile halt auch entsprechend irgendwohin, wo man sie nicht mehr findet oder so.“ Für den gelehrten Erlebnispädagogen geht es in den Runden vorbei an Schaumstoff Zielen vom Hasen bis zum Grizzly. Bei seinem Park geht es um mehr wie nur einem Sport, er ist da, um dem einsamen Zocken entgegenzuwirken. Rehborn gibt zu bedenken: „Die Natur, man muss in die Natur raus, man muss sich nicht einkasteln und mit irgendwelchen Spielen machen. Man muss draußen Freundschaften machen, da lernt man sich persönlich kennen.” Bei Schulklassen nutzt er bestimmte Teamelemente, denn nach 10 Jahren im Park weiß er wie intensiv diese Erfahrungen zusammenschweißen: „So kommt man zusammen, so sieht man, aha, ja, eigentlich hätte ich meinen Klassenkameraden gar nicht so eingeschätzt oder sowas. Also da kann man bei den Einzelnen viel mehr entdecken, als wenn man jetzt halt nur am PC rum hockt.“

Echte Erfahrungen

Bei den Besuchen stach eine Sache vor allem hervor, beide Geschäftsführer erzählten, dass das Handy in den Parks gar kein so großes Problem ist. Ihren Erfahrungen nach sind die Kinder meist sehr Gehorsam und legen ihr Handy freiwillig weg. Arne und Sonja sind jedoch beide davon überzeugt, dass die Jugendlichen lieber reale Erfahrungen machen sollen anstelle den ganzen Tag vor dem Handy zu sitzen. Draußen in der Natur schließt man Freundschaften und lernt sich kennen. In den Parks macht man großartige Erlebnisse in der richtigen Natur und lernt auch einiges dazu, was man am Handy niemals lernen würde.

Von Simon R

1 Comment

  1. martin mann

    sehr interresanter einblick hinter die kulissen

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