Hallo Leute, weil wir am Montag und Dienstag wegen der mündlichen Abiturprüfungen frei hatten, wollte ich etwas Spannendes unternehmen. Also kam ich mit einem meiner Freunde auf die Idee einen Wandertrip zu machen. Ohne viel Planung setzten wir das auch in die Tat um und ehe wir uns versahen, standen wir am Freitag um 17 Uhr am Fuße eines Berges im Oberallgäu. Wir hatten jeder einen Rucksack mit allen Sachen, die man für eine mehrtägige Tour braucht, gepackt. Das Wichtigste jedoch war Wasser, von dem wir beide jeweils 5 Liter in unseren Rucksäcken hatten und dementsprechend schwer waren sie auch. Ich selbst bin Pfadfinder und deshalb ziemlich erfahren im Wandern und Zelten und traute uns die Tour zu.
Tag 1
Für die erste Etappe beschlossen wir, einfach den Berg hinaufzusteigen, ohne einen Weg zu benutzen. Im Grunde querfeldein. Also machten wir in der ersten Stunde etwa 400 Höhenmeter. Trotz der Tatsache, dass wir durch den Wald gingen, schwitzen wir beide am ganzen Körper und waren uns nicht gar mehr sicher, ob diese Tour eine gute Idee war. Doch nach zwei weiteren Stunden auf dem Weg konnten wir endlich das erste Gipfelkreuz erreichen. Von da aus war es auch nicht mehr weit bis zu unserem Schlafplatz. Nach diesem halben Tag wandern und einem rustikalen, aber warmen Abendessen (Dosenravioli), waren unsere Rucksäcke um circa 3 Kilo Wasser und Essensvorräte leichter. In dieser Nacht wurde es auch überraschend kalt, dass wir sogar leicht froren und froh waren, einen Pullover dabei zu haben.
Tag 2
Wir brachen nach einem kleinen Frühstück (fast zur gewohnten Schulzeit) auf, um vor der Mittagshitze einen See zu erreichen, den wir gestern vom Gipfel aus entdeckt hatten und der Abkühlung versprach. Während wir unterwegs waren, kamen uns kaum andere Wanderer entgegen, weil vermutlich kein vernünftiger Urlauber bei gefühlten 40 Grad wandern gehen möchte. Dadurch war es aber viel ruhiger, als während der eigentlichen Wandersaison, weshalb sich das viele Schwitzen für uns lohnte. Gegen Mittag erreichten wir den See und konnten uns mithilfe einer Plane einen Sonnenschutz bauen. Die Abkühlung im See war nach 4 Stunden wandern ziemlich nötig. Wandern bei Hitze ist nämlich deutlich anstrengender, weshalb man darauf achten sollte, stets Schatten zu suchen, sich gut einzucremen und natürlich viel zu trinken. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 3 Liter Wasser getrunken und unsere Vorräte drohten zu enden. Zum Glück entdeckten wir nach dem Baden einen Supermarkt in der Nähe, wo wir unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Danach gingen wir zum zweiten Schlafplatz unserer Tour und nachdem wir dort unser Zelt aufgebaut hatten, verzehrten wir den Rest unserer Vorräte und genossen einen schönen Sonnenuntergang. Die Sonne verschwand orange-gelb hinter den Bergen, was ein echtes Highlight dieser Tour war. Die Mücken, die mit Einbruch der Dunkelheit kamen, waren jedoch weit entfernt davon, ein Highlight zu sein. Das Insektenschutzmittel erwies sich als essenziell.
Tag 3
Der dritte Tag startete mit einem Gewitter, wodurch all unsere Sachen nass wurden, vor allem das Zelt. Jedoch mussten wir noch etwas wandern und konnten die Plane als Regenschutz nutzen. Der Vorteil an diesem Tag war, dass wir durch den Regen nicht mal ans Schwitzen denken konnten und auch die Insekten fern blieben. Nach 2 Stunden bergab wandern, konnten wir schließlich die Heimfahrt antreten, die von einem kurzen Halt für eine Portion Allgäuer Käsespätzle unterbrochen wurde. Dann ging es wieder nach Hause.
Fazit
Auch wenn es sehr heiß war, hatten wir ein tolles Erlebnis und planen schon die nächste Tour. Empfehlenswert ist auf jeden Fall das Oberallgäu mit seiner herrlichen Landschaft, in der man vielen Tieren begegnen kann und auch die frische Bergluft tat nach einer stickigen Schulwoche ziemlich gut. Bei solchen Ausflügen kann man gut dem Alltag und Stress entfliehen. Dennoch sollte man unbedingt darauf achten, genügend zu trinken mitzunehmen (gegebenenfalls auch etwas nachkaufen, so wie wir) und sich bei den Bergen nicht zu überschätzen. Richtige Wanderschuhe sollten auf jeden Fall Standard-Ausrüstung sein. Der Gegenstand, der auf keiner Tour fehlend sollte, ist eine Plane, die, wie ihr gelesen habt, in vielen Momenten universell zum Einsatz kam. Man kann sie beispielsweise als Picknickdecke, Zeltunterlage, Sonnen-und Regenschutz verwenden und dabei ist sie nicht schwer und nimmt wenig Platz weg, passt somit in jeden Wanderrucksack.
Was habt ihr schon alles beim Wandern erlebt? Wart ihr schon mal beim Campen? Schreibt gern eure Erlebnisse in die Kommentare.

Oh wow wie cool. Das hört sich richtig toll an🫶🏻💖. Wie alt seid ihr? Oder seid ihr mit euren Eltern gewandert?
Das hört sich richtig toll an😁😊
Cool! Hört sich super an! Toller Artikel.💕😊
Cool, ich bin auch oft im Allgäu. Richtig schöne Tour!!