Jobchancen für junge Leute in Markdorf

Jobchancen für junge Leute in Markdorf

Von Ferienjob bis Ausbildung: So vielfältig ist der Arbeitsmarkt im Bodenseekreis

In und um Markdorf am Bodensee müssen Jugendliche nicht lange nach Möglichkeiten suchen, sich etwas dazuzuverdienen oder zum ersten Mal in das Berufslebenhineinzuschnuppern. Ob Ferienjob,Praktikum oder fester Ausbildungsplatz, in der Gegend gibt esviel zu entdecken. Besonders in den Sommerferien machen sich viele Jugendliche auf die Suche nach einer Möglichkeit, ihr Taschengeld aufzubessern.

Das Angebot dafür ist groß. Die großen Supermärkte Kaufland                                             (Quelle: StudentenJob/Schülerjobs.CH)

und Lidl in Friedrichshafen stellen regelmäßig Ferienhelfer ab 15 Jahren ein, die dabei helfen, Regale einzuräumen oder an der Kasse zu stehen. Auch der Drogeriemarkt dm bietet Schülerpraktika und Ferienjobs an, meist ab 16 Jahren. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann beim Südkurier oder anderen Medienhäusern als Zeitungszusteller arbeiten. Der Job lässt sich gut mit der Schule verbinden, man trägt entweder frühmorgensoder samstags aus.

Viele Jugendliche wissen allerdings noch gar nicht genau, welcher Beruf eigentlich der richtige für sie ist. Für sie gibt es eine gute Möglichkeit, das Landratsamt Bodenseekreis lässtJugendliche ab 15 Jahren in die unterschiedlichsten Ämter hineinschnuppern, von der Bauplanung bis zum Umweltschutz. Meist genügt eine kurze Bewerbung per Mail, um einen Platz zu ergattern und herauszufinden, was einem wirklich liegt. Auch das Unternehmen SAP in Markdorf bietet Schülerpraktika an. Wer sich mehr für den sozialen Bereich interessiert, hat bei der Stiftung Liebenau viele Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln und Menschen mit Behinderungen zu helfen.

Eine Sache jedoch sollte man wissen, gemaess Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen Schüler unter 15 Jahren eigentlich noch nicht arbeiten. Ab 15 Jahren sind in den Ferien dann leichte Arbeiten bis zu vier Wochen im Jahr und höchstens acht Stunden am Tag erlaubt. Wer schon weiter denkt und einen richtigen Ausbildungsplatz sucht, findet in Markdorf und Umgebung ebenfalls viele Angebote. Ab 2026 bildet die Firma Bochtler Bedachungen GmbH Dachdecker aus, das Landratsamt Bodenseekreis sucht Auszubildende in verschiedenenVerwaltungsberufen, und alle, die sich für Technik interessieren, können sich bei HENSOLDT Sensors in Überlingen bewerben,wo jährlich über 70 Azubis ihre Ausbildung beginnen, oder Rolls Royce Power Systems, hier beginnen jedes Jahr 100 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn. Wer eher den Einzelhandel sucht, wird bei Lidl, Kaufland oder NKD ebenfallsfündig. Für alle, die gerne mit Menschen arbeiten, könnte eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bei der Stiftung Liebenau von Interesse sein. Und auch für alle, die sich sozial einbringen wollen, aber noch keine feste Vorstellung haben, gibtes ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst.

Damit die jungen Leute den Einstieg ins Berufsleben trainierenkonnten, fand zum wiederholten Male am Bildungszentrum Markdorf der „Marktplatz Beruf“ statt. Zum mittlerweile achten Mal haben sich rund 35 Betriebe beteiligt und über 85 verschiedene Berufe vorgestellt. Die Schüler konnten direkt mit Personalchefs ins Gespräch kommen und sogar echte Bewerbungsgespräche ausprobieren. Dabei entstehen nachAngaben der Veranstalter nicht selten Praktikumsplätze oder später sogar feste Ausbildungsverträge.

Fazit

In Markdorf und Umgebung werden Jugendlichen viele Türen zur Berufswelt geöffnet. Wer früh genug damit anfängt, sich umzusehen, am besten mit einem Praktikum, hat später bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz klare Vorteile. Und wer noch sucht, wird beim Jobportal der Bundesagentur für Arbeit oder bei der IHK Bodensee-Oberschwaben sicher fündig.  

Alen Fischer, Zeitungsbericht, Klasse 9b, Deutschunterricht 2026

BODENSEE FISCH-KURIER

Markdorf, 30. Juni 2026  |  Ausgabe: Schule & Beruf

1. Interview mit einer Gastro-Inhaberin

Von Ferienjob bis Ausbildung: Interview mit einer Gastro-Inhaberin

Hallo liebe Frau Natalie Kraus-Litzki, freut mich sehr, dass ich heute zu Ihnen kommen konnte, um sie zu interviewen, wegen dem für uns sehr wichtigem Thema

Jobs für Jugendliche“. Da Sie selber Inhaberin einer Gastronomie sind und mehrere Jugendliche bereits eingestellt haben, besitzen Sie wertvolles Wissen in diesen Bereichen. Fangen wir doch mal an.

 

Welche Arbeitsmöglichkeiten bieten Sie Jugendlichen in Ihrem Betrieb?

Kraus-Litzki: Jugendliche können mich und die Kollegen in den Bereichen Küche, Zimmer (Etage) oder Restaurant sehr gut unterstützen.

 

Ab welchem Alter stellen Sie Jugendliche ein?

Kraus-Litzki: Wir stellen Jugendliche ab dem Alter von 15 Jahren ein, aber wünschen uns Jugendliche die schon 16 sind.

 

Welche Aufgaben übernehmen Jugendliche in der Regel?

Kraus-Litzki: In den Zimmern werden Jugendliche beauftragt, diese zu reinigen und die Betten zurecht zu machen.

In der Küche hingegen produzieren sie Rohkostsalate und spülen Abwasch. Auch helfen sie Mitarbeiter bei der kalten Küche. Im Restaurant schenken sie Getränke ein und räumen Teller und Glässer ab.

 

Welche Eigenschaften legen Sie bei der Einstellung von Jugendlichen besonders Wert?

Kraus-Litzki: Ein zuverlässiges, flexibles, pünktliches und höfliches Auftreten ist für mich von grosser Bedeutung.

 

Sind Vorkenntnisse oder Erfahrung für Jugendliche erforderlich?

Kraus-Litzki: Nein, es muss nur Interesse vorhanden sein.

 

Wie viele Stunden dürfen Jugendliche in Ihrem Betrieb arbeiten?

Kraus-Litzki: Je nach Bereich dürfen Jugendliche 2-5 Stunden pro Schicht arbeiten.

 

Welche Kompetenzen können Jugendliche durch die Arbeit in der Gastronomie erwerben?

Kraus-Litzki: Sie erlernen den Umgang mit Kollegen, Gästen und das Einhalten der Arbeitsabläufe der einzelnen Bereiche.

 

Welche Herausforderungen sind mit der Arbeit in diesem Bereich für Jugendliche verbunden?

Kraus-Litzki: Im Grunde genommen ist die einzige wirkliche Herausforderung das Arbeiten unter Zeitvorgaben.

 

Welche Eigenschaften zeichnen einen Jugendlichen als guten Mitarbeiter aus?

Kraus-Litzki: Ein guter Mitarbeiter wäre für mich in der Regel zuverlässig, immer pünktlich und hält Arbeitsabläufe ein.

 

Fazit

Würden Sie Jugendlichen eine Tätigkeit in der Gastronomie empfehlen? Begründen Sie Ihre Antwort bitte.

Kraus-Litzki: Auf jeden Fall, der Beruf in der Gastronomie ist zukunftssicher, abwechslungsreich, man lernt viele Menschen kennen und hat in größeren Hotels/Betrieben gute Aufstiegsmöglichkeiten. Ich hoffe, dass ich Dir damit helfen konnte.

Dieses Interview basiert auf einer E-Mail. Alen Fischer, Zeitungsbericht, Klasse 9b, Deutschunterricht 2026

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